Schloss Krustpils
Unter Rigaer Bischof Nikolai aus Magdeburg wurde 1237 am rechten Ufer der Daugava das Schloss (Kreutzburg) erbaut. Allmählich wurde es bebaut. 1511 war Krustpils im Bischofslehnbuch schon als Ortschaft erwähnt. Das Stadtrecht hat Krustpils 1920 bekommen.
Im 17.Jh. wurde sich am linken Ufer der Daugava neben dem Salas-Wirtshaus Treidler- und Flößersiedlung gebildet. Mit dem Akt von Herzog Jakob aus Kurzeme 1670 hat sie Stadtrecht und Namen Jakobstadt, Jakobsortschaft, Jēkabpils bekommen.
Die Städchen haben stark unter Kriegen und Bränden gelitten. Nach dem Polen-Schweden- Krieg war Krustpils selbst bis Mitte des 19.Jh. verfallen. Im Ersten Weltkrieg wurden in Jēkabpils 280 Häuser durch Beschießungen zerstört.
Den Wiederaufbau und die Entwicklung der Städchen haben die günstigen Handelswege der Daugava und im Jahr 1861 eröffnete Eisenbahnlinie gefördert. Hier wurden sich mehrere Unternehmen – Kalk- und Ziegelbrennereien, Wollkämmereien, Mühlen – gebildet. Um Wende des 19. und 20.Jh. haben in 4 Musikinstrumentenwerkstätten ungefähr 2000 Menschen gearbeitet. Die Städchen wurden allmählich zum regen Handels- und Kulturzentren.
1919 wurde Jēkabpils zur bedeutendsten Stadt in Augšzeme, als die Kreisverwaltungsanstalten aus Jaunjelgava herübersetzt wurden. In der Zeit der Republik Lettlands entwickelte sich in der Stadt Lebensmittel- und Baumaterialienindustrie. 1932 wurde damals der größte Unternehmen – die Zuckerfabrik – erbaut.

Der im Jahr 1982 gebaute Schutzdamm schützt die Stadt vor Überschwemmungsgefahr

Leider kommt es auf dem Lande auch so vor
Zur Zeit sind in der Stadt nach den vom Unterstützungszentrum für Unternehmertätigkeit zusammengefassten Daten 1624 Unternehmen verschiedener Bereiche registriert. Die Unternehmer beschäftigen sich mit Hölzverarbeitung, Forstnutzung, Möbelherstellung, Bekleidungs- Herstellung und Handel.


In letzten Jahren sind in der Stadt die Supermärkte „Beta“, „Mego“ und „Rimi“ gebaut. Es erweitern sich auch Haushaltswarenhandlungen. Zahl der Tankstellen wächst an. Die größten davon sind Lukoil, Dinaz, Viada, RNSD.
Von Herstellungsunternehmen sind Hölzverarbeitungsunternehmen „Ošukalns“, „ULD“, „Sēlijas mežs”, „Brēķu studenti” die produktivsten. Da werden Möbel und deren Halbzeuge für Export nach mehrere auswärtige Staaten vorbereitet.
Von Lebensmittelhersteller sind Fleischverarbeitungsunternehmen „Serho 777” und „Everit”, sowie auch „Jēkabpils piena kombināts“.
Textilwaren von „Viola-Stils“ kennt man in Deutschland, Italien und Skandinavien. Produktion der Schneiderwerkstatt „Asote 2“ ist konkurrenzfähig im Markt Europas. Besonders nachgefragt sind im Ausland die in Jēkabpils hergestellten „Känguruhtaschen“ für Kindertragen. Auch Produktion des lettisch- schwedischen Gemeinschaftsunternehmens „Gefa Latvija“ wird für Auslandsmarkt hergestellt.
Von Jahr zu Jahr wächst in der Stadt das Bauwesen an. Baudienstleistungen bieten in der Stadt GmbH „Viadukts“, „Jēkabpils PMK“, „Indriķis“, „Oškalns celtniecība“ und „Lauku celtnieks“ an.
Mehrere Dienstleistungen bieten auch Einzelhandler an. Das sind Arztpraxen, Schönheitspflegesalons, Friseursalons, Schneidereien, Kunstgewerbe, tierärztliche Heilstellen.
Jēkabpils entwickelt sich stetig. Entwicklungsgrundsätze der Unternehmertätigkeit, Bildung, Kultur, Tourismus u.a. enthält das Entwicklungsprogramm der Stadt Jēkabpils bis 2011. |